Nachhaltiges Leben -SF

Nachhaltiger Sonnenschutz: Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Der Klimaschutz rückt heute immer stärker in den Fokus – und das zurecht. Die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft gelten daher für uns alle. Und das ist Anlass genug, auch beim Kauf von Markisen, Rollos und Raffstoren auf einen nachhaltigen Sonnenschutz zu setzen.

Qualitativ hochwertige Produkte aus langlebigen Materialien, die noch dazu sorgfältig verarbeitet wurden, sind grundsätzlich die beste Wahl als Schutz vor der Sonne. Schließlich überzeugen sie nicht nur durch ihre praktischen Funktionen und den UV-Schutz, sondern mit Blick auf die Nachhaltigkeit auch durch eine besonders lange Nutzungsdauer. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Kauf nachhaltiger Produkte außerdem achten sollten.

Eins schon mal vorweg: Ein gut durchdachter Schutz vor der Sonne mit innenliegenden und außenliegenden Lösungen wie etwa Rollos, Markisen oder Rollläden stellt bereits einen ersten großen Schritt Richtung Nachhaltigkeit in Ihrem Zuhause dar. Schließlich können Sie durch den gezielten Einsatz der Sonnenschutzsysteme gleichzeitig Energie für Wärme und für Strom sparen, denn richtig eingesetzt schützen sie vor sowohl Heizwärmeverlust als auch Hitzeeinwirkungen. Nicht ohne Grund heißt es daher: Sonnenschutz ist Klimaschutz.

Aber bereits bei der Wahl der innenliegenden oder außenliegenden Beschattung hilft ein genauer Blick, um mit dem Kauf eines nachhaltigen Sonnenschutz ein (weiteres) Zeichen für die Umwelt zu setzen. Denn wer sein Leben, den Alltag und somit auch den Kauf von Produkten mit einem deutlichen Fokus auf Nachhaltigkeit ausrichten möchte, muss bei jeder einzelnen Konsumentscheidung sowohl ökologische als auch soziale Aspekte in den Vordergrund stellen. Es sind dann vor allem Fragen nach der Produktion, den Arbeitsbedingungen und den Materialien, auf die es bei der Kaufentscheidung ankommt.

Wie erkenne ich nachhaltigen Sonnenschutz?

Es gibt nicht das eine Zertifikat, das die verschiedenen Produkte als nachhaltige Alternativen ausweist. Aber Sie finden bei verschiedenen Herstellern nachhaltige Produkte, die zuverlässig vor UV-Strahlung schützen. Bei der Wahl des Sonnenschutzes hilft daher ein Blick auf verschiedene Faktoren und Zertifikate.

Der Fertigungsort

Ob ein Hersteller bei seinen Produkten neben Qualität und Design auch die Nachhaltigkeit im Fokus hat, erkennen Sie bereits beim Fertigungsort des Sonnenschutzes. Kurz gesagt, erfüllen günstig in China produzierte Markisen oder Rollos, die als Massenware einmal durch die halbe Welt geschippert wurden, grundsätzlich nicht die Kriterien eines nachhaltigen Sonnenschutzes. Weite Transportwege, über die diese Produkte zu uns in den Handel gelangen, belasten die Umwelt unnötig. Setzen Sie hier stattdessen auf Hersteller und Manufakturen, die ihre Produkte komplett in Deutschland produzieren. So fallen die weiten Weg zum Ziel weg, CO2-Emissionen sind deutlich reduziert und gleichzeitig ist die genaue Produktionskette mit Blick auf eine nachhaltige Produktion in der Regel besser nachzuvollziehen.

Das Material

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Der Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne steht im Vordergrund. Aber auch ein kritischer Blick auf das Material ist bei der Auswahl Ihrer neuen Markise, des Sonnenschirms oder des Rollos wichtig. Achten Sie darauf, dass die Produkte möglichst aus klimaschonenden oder sogar nachwachsenden Rohstoffen beziehungsweise recycelten Materialien gefertigt sind. Wichtig ist auch, dass diese klar und nachvollziehbar ausgewiesen sind. Verschiedene anerkannte Zertifikate sind hier hilfreiche Indizien. Sie garantieren strenge Qualitätsrichtlinien und Schadstofffreiheit, sprich den Verzicht auf ökologisch und toxologisch bedenkliche Chemikalien im Herstellungsprozess.

Die Zertifizierung nach STANDARD 100 by OEKO-TEX ®

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Als das weltweit am weitesten verbreitete Kennzeichen für schadstoffgeprüfte Textilien garantiert STANDARD 100 by OEKO-TEX®, dass das Tuch garantiert frei von gesundheitsgefährdenden Farbstoffen oder Chemikalien ist. Das Zertifikat dokumentiert außerdem, dass die Betriebsstätten und Produktionsbedingungen sozial- und umweltverträgliche Standards einhalten. Dies gilt sogar für nachgelagerte Produktionsebenen.

Das Cradle to Cradle-Prinzip

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Bei Cradle to Cradle®, übersetzt “Von der Wiege zur Wiege“, handelt es sich um ein Designprinzip, welches das Ziel der unendlichen Zirkulation von Materialien und Nährstoffen in Kreisläufen beschreibt. Die verarbeiteten Materialen sind demnach zu 100 Prozent recycelbar und enthalten zudem größtenteils bereits recyceltes Material.

Die Langlebigkeit

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass der Sonnenschutz auf Langlebigkeit ausgerichtet ist. Und diese lange Nutzungsdauer garantiert Ihnen Hersteller, die bei ihren Produkten auf eine hochwertige Qualität und die sorgfältige, handwerkliche Verarbeitung setzen. Wichtig ist auch, dass das Produkt reparaturfreundlich ist. Für Sie heißt das: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ersatzteile erhältlich sind, sollte doch mal etwas zu Schaden kommen.

Das Recycling

Ein nachhaltiges Produkt bedeutet auch, dass recycelbare Werkstoffe verarbeitet sind. Prüfen Sie, ob die verschiedenen Komponenten des Sonnenschutzes wie etwa das Markisentuch oder der Rollostoff recycelbar sind. Bei einigen Herstellern finden Sie sogar kompostierbares Gewebe. Sind im Sonnenschutz recycelte Materialien verbaut, ist das noch besser. Hier finden Sie zum Beispiel Sonnenschutzstoffe, die aus aufbereiteten PET-Flaschen oder Ozeanplastik hergestellt werden. Stoffe wie diese sind in der Regel auch vollständig recycelbar.

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