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Markise reinigen: 7 Tipps für einen sauberen Sonnenschutz

Hochwertiger Sonnenschutz steigert das Wohngefühl. Und er wird zum edlen Blickfang –auch an Ihrer Hausfassade oder auf Ihrer Terrasse. Sie wollen, dass das so bleibt? Dann sollten Sie bei der Reinigung Ihres Markisentuchs ein paar Dinge beachten.

Ob Markise, Sonnensegel oder Sonnenschirm: Im besten Fall strahlt das Tuch Ihres Sonnenschutzes mit der Sonne um die Wette. Schmutz und Verfärbungen können diesen Eindruck allerdings schnell trüben. Lassen sich Laubblätter noch leicht entfernen, wird es bei Flecken wie Vogelkot oder Schimmel schon schwieriger. Luftverschmutzungen wie Rußpartikel können vor allem an Straßen zum Thema werden: Ist das Markisentuch nicht schmutzabweisend und selbstreinigend, setzen sich die Teilchen im Stoff fest und lassen die Farben verblassen. Entweder Sie holen sich Hilfe vom Fachmann und entscheiden sich für eine professionelle Markisenreinigung – oder Sie greifen selbst zu Wasser, Bürste und Reiniger. 7 Tipps, wie Sie Ihre Markise pflegen und den Stoff Ihres Sonnenschutzes wieder zum Leuchten bringen.

1. Losen Schmutz regelmäßig sanft abfegen

Eleganter und vielseitiger Schattenspender: Die Markise -SF

Die Grundausstattung für Ihre Markisenreinigung: ein Handfeger oder ein weicher Besen mit Teleskopstiel, dazu gegebenenfalls eine Leiter. So können Sie jede Stelle Ihres Markisentuchs mühelos erreichen, um trockene Verschmutzungen wie Laub, Sand oder Blütenstaub zu entfernen. Diese sollten Sie regelmäßig abfegen – und in jedem Fall, bevor Sie Ihre Markise einfahren. Denn schon nach dem nächsten Regen könnte der Schmutz sonst zum idealen Nährboden für Moos oder Schimmel werden. Wichtig: Fegen Sie immer nur leicht über das Markisentuch. Drücken Sie zu fest auf, erreichen Sie das Gegenteil: Sie reiben die Schmutzteilchen noch tiefer ins Gewebe hinein und müssen die Markise anschließend feucht reinigen. Tipp: Bei hochwertigen Kassettenmarkisen ist häufig eine Bürste am Gehäuse eingearbeitet, die den Schmutz beim Einfahren des Tuchs automatisch abfegt.

2. Gegen leichte Flecken Radiergummi und klares Wasser einsetzen

Mit Abfegen kommen Sie nicht weiter? Bei leichten Flecken auf dem Markisenstoff könnten Sie es jetzt mit Radieren probieren. Die punktuelle Reinigung klappt mit jedem farblosen Radiergummi. Sind die Flecken etwas hartnäckiger oder wollen Sie größere Flächen säubern, funktioniert das in der Regel einfach mit klarem Wasser, einem feuchten Tuch, einer Bürste oder einem weichen Schwamm. Bei Schmutz, der sich festgesetzt hat, den Bereich vorher mit Wasser einweichen. Dazu auf keinen Fall einen Hochdruckreiniger oder Dampfreiniger verwenden. Denn der hohe Druck und die hohen Wassertemperaturen könnten den Stoff beschädigen. Auch hier gilt: Unbedingt den gereinigten Stoff vor dem Einfahren trocknen lassen, um Schimmelbildung zu verhindern. Und bei unklaren Flecken lieber im Fachhandel nach der richtigen Reinigungsmethode fragen, ehe das Markisentuch Schaden nimmt.

3. Gestell und Führungsschienen regelmäßig warten lassen

Markisenreinigung, SF

Wollen Sie Schmutzablagerungen auf Ihrem Markisengestell beseitigen, sollten Sie nur handelsübliche Haushaltsreiniger für empfindliche Oberflächen verwenden. Aggressive Säuren und kratzende Materialien, beispielsweise schleifmittelhaltige Vliese, Schmirgel oder Sand, könnten die Oberfläche angreifen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie einen Inspektions- und Wartungsvertrag mit Ihrem Fachhändler abschließen. Er überprüft den Zustand Ihrer Markise und erkennt auf diese Weise rechtzeitig, ob eine Störung vorliegt oder die Markise abgenutzt ist. So kann schnell gehandelt werden – und Optik und Funktion Ihrer Markise bleiben lange erhalten. Wie oft Wartung und Inspektion nötig sind, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel wie oft Sie Ihren Sonnenschutz benutzen. Ihr Wartungsexperte berät Sie dazu.

4. Bei hartnäckigem Schmutz Feinwaschmittel verwenden

Sie planen die gründliche Reinigung Ihres Markisentuchs? Dann ist flüssiges Feinwaschmittel ideal.   Wollen Sie ein spezielles Reinigungsmittel kaufen, sollte dies in jedem Fall ausgewiesener Markisenreiniger sein. So stellen Sie sicher, dass Material und Markisenfarben die Prozedur gut überstehen. Für die Reinigung mit Feinwaschmittel setzen Sie eine warme Waschlauge – maximal 30 Grad – an. Diese arbeiten Sie mit Schwamm oder Bürste in den Stoff ein, bis es schäumt. Harte Bürsten oder Schwämme sollten tabu sein, sie könnten den Stoff beschädigen. Nach dem Auftragen lassen Sie die Lösung rund 30 Minuten einwirken, bevor Sie sie mithilfe eines Gartenschlauchs und viel klarem Wasser sorgfältig abspülen. Nach der Reinigung können Sie die Imprägnierung Ihrer Markise auffrischen – zum Beispiel mit Sprühlotionen auf Wachsbasis. Am besten fragen Sie den Fachmann: Er kennt die besten Ideen für den Langzeitschutz des synthetischen Stoffes. Denken Sie außerdem daran, nach der Behandlung das Tuch wieder zum Trocknen auszufahren, damit sich keine Stockflecken oder Schimmel bilden.

5. Schimmel und Algen mit Spezial-Reiniger entfernen 

Wer eine Terrassenmarkise hat, muss sich in der Regel irgendwann mit diesem Problem beschäftigen: Algen, Moose, Flechten und chlorophyllhaltige Kleinstlebewesen bilden einen grünen Belag auf dem Tuch. Die Organismen und die grünliche Verfärbung werden Sie mit speziellem Grünbelagentferner wieder los, den Sie beispielsweise mit einer Gartenspritze aufsprühen und anschließend – je nach Anleitung des Herstellers – einige Stunden einwirken lassen. Um zu verhindern, dass das Reinigungsmittel vorzeitig vom Regen abgewaschen wird, sollten Sie die Behandlung am besten bei trockenem Wetter vornehmen. Gegen Schimmel auf Markise, Sonnenschirm oder Sonnensegel helfen handelsübliche Schimmelentferner. Am besten fragen Sie im Fachhandel nach.

6. Vogelkot und Stockflecken mit Hausmitteln behandeln

Markisenreinigung, SF

Sie wollen am liebsten auf bewährte Hausmittel zurückgreifen? Bei einigen hartnäckigen Verschmutzungen stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Beispiel Vogelkot: Ist er frisch, können Sie ihn unproblematisch mit einem feuchten Tuch oder Schwamm abwischen – und sollten das auch so schnell wie möglich tun: Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften kann Vogeldreck Markisenstoff verätzen und verfärben, wenn er länger einwirkt. Eingetrockneten Vogelkot weichen Sie mit warmem Wasser ein und wischen denn mit einem weichen Tuch nach. Was übrig bleibt, lässt sich in der Regel mit einer fünf- bis zehnprozentigen Lösung aus Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser entfernen. Bevor Sie zu Hausmitteln wie zum Beispiel einer Lösung aus Essig, Salz oder Gallseife greifen, testen Sie sicherheitshalber an einer unauffälligen Stelle, ob das Markisentuch die Behandlung ohne Schaden übersteht. Dies gilt auch für Stockflecken, die Sie mit Essigwasser behandeln können. Die gelb-bräunlichen Flecken werden von Pilzen verursacht und sind ausschließlich ein optisches Problem. Abwarten kann hier eine andere Lösung sein: UV-Strahlung bleicht die Flecken mit der Zeit aus.

7. Wenn nichts mehr hilft: Markisentuch austauschen

Sie haben alles versucht, aber sind mit dem Ergebnis unzufrieden. Die Farben Ihrer Markise sind verblichen, die starken Verunreinigungen sind auch nach der Reinigung noch immer ein Störfaktor. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich Hilfe beim Fachhändler zu holen. Denn Ihr Markisentuch können Sie unproblematisch austauschen lassen – und zwar ganz nach Ihren Wüschen. Egal, ob Sie Ihre alte Markise einfach ersetzen wollen oder sich ein komplett neues Tuchdesign wünschen: Das Angebot an Markisenstoffen in den unterschiedlichsten Farben, Stoffarten und Designs ist groß. Beispielsweise gibt es Stoffe mit Nano-Effekt. Mikroskopisch feine Nano-Partikel auf der Oberfläche von Markisentuch und Gestell verhindern, dass Regenwasser oder Schmutz die Oberfläche direkt berühren. So könnte ein Regenguss künftig die Reinigung Ihrer Markise übernehmen und den Schmutz einfach abspülen – ohne aufwendige Säuberungsaktionen.

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